Das Rissener Sommerfest 2020 fällt aus

Absage wegen Corona-Pandemie

(bvr) Wegen der weltweiten Corona-Pandemie wird das Rissener Sommerfest 2020, das für den 13. Juni geplant war, komplett abgesagt. Übereinstimmend stellen das Stadtteilmanagement, der Bürgerverein Rissen und das Orga-Team für die Stadtteilfeste in Rissen fest, dass nur diese klare Entscheidung vernünftig und verantwortlich ist. “Natürlich ist es schade – nicht zuletzt, weil wir schon viele Vorbereitungen getroffen haben”, sagt Stadtteilmanager Martin Gorecki. “Aber es sind einfach zu große Unsicherheiten und Einschränkungen im Spiel. Eine andere Entscheidung wäre zum jetzigen Zeitpunkt unvertretbar.” Das für den 2. April vorgesehene Sommerfest-Informationstreffen für die Rissener Geschäftsleute fällt deshalb ebenfalls aus.

Unklar ist, ob im Juni überhaupt schon wieder öffentliche Veranstaltungen stattfinden können. Die Anordnung des Hamburger Senats, der alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte in größeren Gruppen verbietet, gilt zunächst bis zum 30. April. Es ist aber durchaus möglich, dass diese “Allgemeinverfügung”, wie es in der Behördensprache heißt, um weitere Wochen oder gar Monate verlängert wird.

“Zurzeit können wir gar nichts konkret vorbereiten, weil einfach nichts planbar ist”, sagt Heidi Behrmann vom Rissener Bürgerverein. Das gilt ebenso für die Chöre, Trommel- und Tanzgruppen, die beim Sommerfest auf der Bühne auftreten wollten. Ihre Proben, Gruppentrainings und Auftritte sind vorerst bis zum 30. April untersagt. Eine ernsthafte Vorbereitung des Bühnenprogramms sei somit gar nicht möglich, meint die Sängerin und Chorleiterin Katharina Vogel.

Als Hoffnungsschimmer steht bei den Fest-Aktiven in Rissen die Idee im Raum, das Sommerfest in kleinerer Form oder später nachzuholen. “Wenn Mitte Mai unerwartet alles wieder normal läuft, können wir vielleicht kurzfristig ein ganz kleines Fest organisieren”, überlegt Frauke Keussen vom Orga-Team. Und Claudia Teschner schlägt vor: “Wie wäre es mit einem Herbstfest? Sehen, wie sich die Lage bis Juni entwickelt und dann über den Sommer organisieren?” Gern würden die Rissener wieder so bunt und angeregt feiern wie in den vergangenen Sommern. Ob das in diesem Jahr noch möglich sein wird, hängt von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab – und damit letztlich auch von der Disziplin aller Bürgerinnen und Bürger selbst.

Festsaal des Hanna Reemtsma Hauses, Kriemhildstraße 15

Junges  “Kaffee-Trio” aus Taiwan – mit einem munteren Klassik-Programm zum Jahresauftakt

(bvr) Musikalische Kostbarkeiten aus Europa und aller Welt, frisch dargeboten von jungen Profi-Musikern – so erklären sich die beliebten RIKUS-Konzerte. Iris von Hänisch organisiert die klassischen Kammermusik-Auftritte liebevoll und handverlesen, um dem Publikum in Rissen besonders begabte Nachwuchsmusiker zu präsentieren. Die RIKUS-Konzerte finden im Rahmen des Projekts “Live Music Now” der Yehudi-Menuhin-Stiftung, in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Rissen, im Festsaal der Hanna-Reemtsma-Stiftung statt.

Zum diesjährigen RIKUS-Jahresauftakt am Sonntag, 16. Februar 2020, um 11.30 Uhr spielt das “Kaffee-Trio” mit drei jungen Musikern aus Taiwan, die noch am Anfang ihrer möglicherweise großen Karriere stehen:

O       Ting-Shuo Chang (Violine)

O       Chi-Feng Hsieh (Horn)

O       Li-Ting Tai (Klavier)

Die drei mehrfach ausgezeichneten Hamburger Hochschul-Absolventen sind Stipendiaten der Yehudi-Menuhin-Stiftung. Konzerterfahrung sammelten die Pianistin Li-Ting Tai (Jg. 1994), der Violinist Ting-Shuo Chang (Jg. 1996) und der Hornist Chi-Feng Hsieh u.a. in zahlreichen internationalen Wettbewerben, bei der Jungen Deutschen Philharmonie und bei Klassik-Festivals.  Für das RIKUS-Konzert im Hanna Reemtsma Haus haben sie ein buntes Programm aus klassisch-europäischer Kammermusik mit asiatischen Einlagen zusammengestellt. Es verspricht dem Publikum in Rissen einen harmonischen und abwechslungsreichen Musikgenuss am Sonntagvormittag:

– Johannes Brahms (1833 – 1897): Trio für Horn, Violine und Klavier in Es-Dur, Op. 40, I. Andante, II. Scherzo

– Tyzen Hsiao (1938 – 2015): “Das Taiwan-Lied” für Klavier und Violine

– Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Sonata in g-moll, BWV 1001, I. Adagio

– Robert Schumann (1810 – 1856): “Blumenstück”, Op. 19 für Klavier

– Gilbert Vinter (1909 – 1969): “Hunter’s Moon” für Horn

– Eric Ewazen (* 1954): Trio für Horn, Violine und Klavier, I. Andante teneramente, II. Andante grazioso

Iris von Hänisch (Yehudi-Menuhin-Stiftung, Projekt “Live Music Now”), das Hanna Reemtsma Haus und der Bürgerverein Rissen freuen sich auf diesen musikalischen Jahresauftakt und laden alle Musikfreunde in Rissen sehr herzlich dazu ein. Der Eintritt kostet 15,- Euro, Karten gibt es an der Tageskasse im Hanna Reemtsma Haus.

Kontakt und Kartenvorbestellung: Nicole Bernklau, Hanna Reemtsma Haus, Kriemhildstr. 15, 22559 Hamburg, Telefon (040) 81958-0, www.hanna-reemtsma-haus.de

Fotos: Li-Ting Tai, Ting-Shuo Chang, Chi-Feng Hsieh (pr), denisproduction.com

Der wachsenden Stadt muss die Infrastruktur folgen und dementsprechend vorausdenkend geplant werden. Das gilt auch für den Bereich der Mobilität, insbesondere den Ausbau des ÖPNV.

Dabei spielt aus Sicht des Bürgervereines Rissen für den Hamburger Westen inklusive der Stadt Wedel der Streckenabschnitt der S1 zwischen Blankenese und Wedel eine entscheidende Rolle. Wir sind daher der Auffassung, dass ein zweigleisiger Ausbau keineswegs als utopisch betrachten werden, weil auch eine teilweise Erweiterung der Zweigleisigkeit bzw. die Schaffung von Ausweichsgleisen zu einer erheblichen Entlastung führen kann.

Das gilt insbesondere im Hinblick auf die, auch auf unserer Podiumsdiskussion vom 27. Januar 2020 zahllose Male gestellte, Forderung nach einer massiven Ausweitung des 10-Minuten-Taktes, da dieses mit einer zusätzlichen Belastung der leider immer noch zum Teil eingleisig geführten Strecke einhergehen wird.

Um sich aber die Option eines zweigleisigen Ausbaues zu bewahren und damit auch die Möglichkeit der Ausweitung des 10-Minuten-Taktes nachhaltig zu sichern, ist es aber erforderlich, die dafür benötigten Grundstücke zu sichern. Die Stadt Hamburg sollte daher nicht dieselben Fehler machen, wie sie die Deutsche Bahn über Jahre hin machte, indem sie sich durch den Verkauf zahlloser Bahngrundstücke der Möglichkeit beraubte, das Bahnangebot wieder zu erstarken.

Die Stadt Hamburg und der Bezirk Altona sollten daher Vorkehrungen treffen, damit sie sich nicht der Option berauben, den Streckenabschnitt der S1 zwischen Blankenese und Wedel zumindest teilweise zweigleisig auszubauen. Uns ist unbekannt, ob es im Bezirk dazu entsprechende Überlegungen gibt.

Vor dem Hintergrund der allerdings sehr wünschenswerten Bemühungen, Wohnraum zu schaffen, befürchten wir jedoch, dass der Möglichkeit eines zweigleisigen Ausbaus zwischen Blankenese und Wedel nur eine nachrangige Bedeutung beigemessen wird.

Dabei gibt es jedoch im Bereich des Bahnhofes Iserbrook ein ehemaliges Bahngrundstück, auf dem vormals ein Gleis des ursprünglichen – im Jahre 1978 verlegten – Bahnhofes verlief, das aber heute zwecks eines teilweisen zweigleisigen Ausbaues der Strecke zwingend gebraucht werden würde. Dort ist nämlich eine Ausfädelung einer zweiten, nördlich des Bahnhofes Iserbrook verlaufenden, Gleistrasse möglich, die über eine zweite Brücke über die B 431 bis zum Bahnhof Sülldorf geführt werden könnte, womit eine teilweise Erweiterung des zweigleisigen Ausbaues zumindest bis zum Bahnhof Sülldorf geschaffen werden könnte.

Damit würde man auch schon allein deswegen vorausschauend planen, weil baualtersbedingt eine Überarbeitung der vorhandenen Brücke notwendig sein könnte und dieses dann ohne lange Unterbrechung des Bahnverkehrs möglich wäre, weil in diesem Bereich dann ein zweites Gleis zur Verfügung stünde.

In diesem Zusammenhang könnte auch die ohnehin schon seit vielen Jahren überfällige Modernisierung des Stellwerkes Sülldorf in Angriff genommen werden, dessen Ausstattung immer wieder ein technisches Nadelöhr bei der Abwicklung des Zugverkehrs darstellt.

Wir fordern daher die Bürgerschaftsfraktion, den Bezirk und die Bezirksverwaltung auf,

die Rahmenbedingungen für ein Grundstücksmoratorium für einen zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Strecke Blankenese-Wedel zu schaffen und die nötigen planerischen Schritte in die Wege zu leiten, um zumindest einen teilweisen zweigleisigen Ausbau zu prüfen.

 

Auftakt im Dorfgespräch vom 27. Januar 2020:

Wir freuen uns, dass unser Dorfgespräch zu den Mobilitätsthemen im Hamburger Westen großes Interesse weckte und mehr als 250 Gäste der Podiumsdiskussion mit Politik, dem HVV sowie der Stadt Wedel folgten. Die Debatte ergab, vier Hauptforderungen, die von allen Podiumsmitgliedern befürwortet wurden:

  • Ausweitung des Zehn-Minuten-S-Bahn-Taktes,
  • Zuverlässigkeit der S-Bahn fördern,
  • Überprüfung des Angebots des Rissener Quartiersbusses,
  • Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur

Der Bürgerverein wird diese Forderungen weiterverfolgen, mit den Rissener Bürgern diskutieren und in einem Jahr im Rahmen einer weiteren Podiumsdiskussion nachkontrollieren. Wir werden aber auch all die Zuschriften und Notizen, die wir erhielten, auswerten, zusammenfassen und der Politik zur Beantwortung vorgelegen. Das Dorfgespräch vom 27. Januar 2020 ist daher nur ein Auftakt zu einer dauerhaften öffentlichen und nachhaltigen Debatte zum Thema Mobilität im Hamburger Westen, die auch gesondert zu einzelnen Themenkomplexen fortgeführt wird.

Der Bürgerverein begrüßt, dass weitgehende Einigkeit darin besteht, eine Entlastung des Straßenverkehrs nur durch eine Steigerung des Angebotes des Öffentlichen Personennahverkehrs herbeiführen zu können.

Außer dieser Schwerpunktsetzung auf den ÖPNV lieferte allerdings niemand ein Konzept, wie das bewerkstelligt werden könne. Daher erstreckte sich die Diskussion auf bereits seit langem erörterte Einzelmaßnahmen, deren Umsetzung allerdings bis heute auf sich warten lässt, wie zum Beispiel eine weitere Ausweitung des Zehn-Minuten-Taktes der S-Bahn-Strecke zwischen Blankenese und Wedel oder deren zweigleisiger Ausbau. Die Politik formulierte zu beiden Punkten erfreulicherweise ungewöhnlich deutlich, diese „dicken Bretter“ weiterzuverfolgen. Dem werden wir nachgehen.

Viele Radfahrer fühlten sich angesichts schlechter Radwege und zunehmender Enge im Straßenverkehr benachteiligt und forderten eine schlüssige Radwegekonzeption, bei der viele Gesichtspunkte, wie zum Beispiel auch hinreichend sichere Fahrradabstellplätze gehören. Bemerkenswert fanden wir daher auch, dass ein nüchterner Umgang bei der Planung des Straßenverkehrsraumes vertreten wurde: Weg von der Idee, allen in jedem Verkehrsraum gleichermaßen Raum einzuräumen und hin zu einer einzelfallbezogenen Bestimmung der Straßen als vorrangig dem Kfz-Verkehr dienend oder vorrangig dem Fahrradverkehr dienend bzw. zur Nutzung durch Fußgänger zur Verfügung stehend.

Ferner gab es bereits im Vorwege viel Zuspruch für die Rissener Quartiersbuslinie. So erhielten wir von einer Seniorin eine Zuschrift voll Dankbarkeit, in der sie erklärte, nach Einführung des Busses sich entschlossen zu haben, ihr Auto zu verkaufen, weil sie nun den Ortskern mit dem ÖPNV erreichen könne. Wir sehen uns dadurch darin bestätigt, mit dem Bus einen guten Schritt der Stärkung der sozialen Teilhabe bewerkstelligt zu haben.

Es erreichte uns allerdings auch Kritik. So wurde bemängelt, dass der Bus immer noch nicht am Sonnabendnachmittag und am Sonntag fährt. Außerdem wurde ein 20-Minuten-Takt für die Dorfkutsche gefordert. Darüber hinaus stören sich Anwohner der Busstrecke an den besonders frühen und späten Fahrten des Busses, offenkundig weil die bisher leider immer noch eingesetzten älteren „MIDI-Busse“ sehr laut sind und mit älteren Dieselmotoren betrieben werden. Diese Busse sind auch aus unserer Sicht ein Ärgernis, weil sie so gar nicht in das von uns verfochtene Bild der Nachhaltigkeit passen. Daher können wir verstehen, dass man sich fragt, welchen Sinn es mache, wenn diese Busse in den Randzeiten öfter einmal leer fahren.

Daher begrüßen wir die Anschaffung neuerer, kleinerer Busse, die deutlich leiser sind und mit Dieselmotoren betrieben werden, die der neuesten Dieselnorm entsprechen. Allerdings ergaben sich dieser Tage technische Probleme im Zusammenhang mit einer Buskehre, die dazu führten, dass bauliche Änderungen vorgenommen werden müssen, bis die neuen Busse wieder stetiger in Rissen eingesetzt werden können. Nach unseren Kenntnissen schob die Bauabteilung des Bezirkes Altona die Baumaßnahmen bereits an.

Aus unserer Sicht ergibt sich ein grundsätzliches Problem des eigentlich von allen politischen Vertretern der Debatte propagierten Paradigmenwechsels beim ÖPNV: Wer beabsichtigt, dem Bedarf voranschreitend ein breites Angebot an öffentlichen Beförderungsmitteln zu unterbreiten und nicht nur einer Beförderungsnot hinterher wirtschaften will, der muss dafür sorgen, dass das Angebot besonders attraktiv ist und Belastungen von Mensch und Umwelt möglichst gering gehalten werden.

So eine Verkehrswende ist auch im äußersten Hamburger Westen bitter nötig, wie sich an der nun seit vielen Jahren auf nahezu gleichbleibend höchstem Niveau belasteten B 431 zeigt. Hier ist aus unserer Sicht mittelfristig damit zu rechnen, dass das Fassungsvermögen der Straße ausgeschöpft ist. Auf die Nerven der Anwohner trifft das schon lange zu.

Der Bürgerverein Rissen nimmt es daher mit Fassungslosigkeit zur Kenntnis, dass die Bezirkspolitik, mit ihrem sehr richtigen Bestreben der Einführung von 30-Zonen, offenkundig eine Politik der Fokussierung des Verkehrs auf die B 431 verfolgt, ohne auch gleichzeitig der zu erwartenden Zunahme der Belastung der B 431 mit dem Durchgangsverkehr mittelfristig zu begegnen, was unserer Auffsssung nur mit einer greifbaren Perspektive der Stärkung des ÖPNV möglich ist. Das ist nicht hinnehmbar.

Dorfgespräch: Gemeinsam für Rissen

„Mobilitätskonzepte im Hamburger Westen“

vom 27. Januar 2020

Wir freuen uns, dass unser Dorfgespräch zu den Mobilitätsthemen im Hamburger Westen großes Interesse weckte und mehr als 250 Gäste der Podiumsdiskussion mit Politik, dem HVV sowie der Stadt Wedel folgten. Die Debatte ergab, vier Hauptforderungen, die von allen Podiumsmitgliedern befürwortet wurden:

  • Ausweitung des Zehn-Minuten-S-Bahn-Taktes,
  • Zuverlässigkeit der S-Bahn fördern,
  • Überprüfung des Angebots des Rissener Quartiersbusses,
  • Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur

Der Bürgerverein wird diese Forderungen weiterverfolgen, mit den Rissener Bürgern diskutieren und in einem Jahr im Rahmen einer weiteren Podiumsdiskussion nachkontrollieren. Wir werden aber auch all die Zuschriften und Notizen, die wir erhielten, auswerten, zusammenfassen und der Politik zur Beantwortung vorgelegen. Das Dorfgespräch vom 27. Januar 2020 ist daher nur ein Auftakt zu einer dauerhaften öffentlichen und nachhaltigen Debatte zum Thema Mobilität im Hamburger Westen, die auch gesondert zu einzelnen Themenkomplexen fortgeführt wird.

Der Bürgerverein begrüßt, dass weitgehende Einigkeit darin besteht, eine Entlastung des Straßenverkehrs nur durch eine Steigerung des Angebotes des Öffentlichen Personennahverkehrs herbeiführen zu können.

Außer dieser Schwerpunktsetzung auf den ÖPNV lieferte allerdings niemand ein Konzept, wie das bewerkstelligt werden könne. Daher erstreckte sich die Diskussion auf bereits seit langem erörterte Einzelmaßnahmen, deren Umsetzung allerdings bis heute auf sich warten lässt, wie zum Beispiel eine weitere Ausweitung des Zehn-Minuten-Taktes der S-Bahn-Strecke zwischen Blankenese und Wedel oder deren zweigleisiger Ausbau. Die Politik formulierte zu beiden Punkten erfreulicherweise ungewöhnlich deutlich, diese „dicken Bretter“ weiterzuverfolgen. Dem werden wir nachgehen.

Viele Radfahrer fühlten sich angesichts schlechter Radwege und zunehmender Enge im Straßenverkehr benachteiligt und forderten eine schlüssige Radwegekonzeption, bei der viele Gesichtspunkte, wie zum Beispiel auch hinreichend sichere Fahrradabstellplätze gehören. Bemerkenswert fanden wir daher auch, dass ein nüchterner Umgang bei der Planung des Straßenverkehrsraumes vertreten wurde: Weg von der Idee, allen in jedem Verkehrsraum gleichermaßen Raum einzuräumen und hin zu einer einzelfallbezogenen Bestimmung der Straßen als vorrangig dem Kfz-Verkehr dienend oder vorrangig dem Fahrradverkehr dienend bzw. zur Nutzung durch Fußgänger zur Verfügung stehend.

Ferner gab es bereits im Vorwege viel Zuspruch für die Rissener Quartiersbuslinie. So erhielten wir von einer Seniorin eine Zuschrift voll Dankbarkeit, in der sie erklärte, nach Einführung des Busses sich entschlossen zu haben, ihr Auto zu verkaufen, weil sie nun den Ortskern mit dem ÖPNV erreichen könne. Wir sehen uns dadurch darin bestätigt, mit dem Bus einen guten Schritt der Stärkung der sozialen Teilhabe bewerkstelligt zu haben.

Es erreichte uns allerdings auch Kritik. So wurde bemängelt, dass der Bus immer noch nicht am Sonnabendnachmittag und am Sonntag fährt. Außerdem wurde ein 20-Minuten-Takt für die Dorfkutsche gefordert. Darüber hinaus stören sich Anwohner der Busstrecke an den besonders frühen und späten Fahrten des Busses, offenkundig weil die bisher leider immer noch eingesetzten älteren „MIDI-Busse“ sehr laut sind und mit älteren Dieselmotoren betrieben werden. Diese Busse sind auch aus unserer Sicht ein Ärgernis, weil sie so gar nicht in das von uns verfochtene Bild der Nachhaltigkeit passen. Daher können wir verstehen, dass man sich fragt, welchen Sinn es mache, wenn diese Busse in den Randzeiten öfter einmal leer fahren.

Daher begrüßen wir die Anschaffung neuerer, kleinerer Busse, die deutlich leiser sind und mit Dieselmotoren betrieben werden, die der neuesten Dieselnorm entsprechen. Allerdings ergaben sich dieser Tage technische Probleme im Zusammenhang mit einer Buskehre, die dazu führten, dass bauliche Änderungen vorgenommen werden müssen, bis die neuen Busse wieder stetiger in Rissen eingesetzt werden können. Nach unseren Kenntnissen schob die Bauabteilung des Bezirkes Altona die Baumaßnahmen bereits an.

Aus unserer Sicht ergibt sich ein grundsätzliches Problem des eigentlich von allen politischen Vertretern der Debatte propagierten Paradigmenwechsels beim ÖPNV: Wer beabsichtigt, dem Bedarf voranschreitend ein breites Angebot an öffentlichen Beförderungsmitteln zu unterbreiten und nicht nur einer Beförderungsnot hinterher wirtschaften will, der muss dafür sorgen, dass das Angebot besonders attraktiv ist und Belastungen von Mensch und Umwelt möglichst gering gehalten werden.

So eine Verkehrswende ist auch im äußersten Hamburger Westen bitter nötig, wie sich an der nun seit vielen Jahren auf nahezu gleichbleibend höchstem Niveau belasteten B 431 zeigt. Hier ist aus unserer Sicht mittelfristig damit zu rechnen, dass das Fassungsvermögen der Straße ausgeschöpft ist. Auf die Nerven der Anwohner trifft das schon lange zu. Der Bürgerverein Rissen nimmt es daher mit Fassungslosigkeit zur Kenntnis, dass die Bezirkspolitik, mit ihrem für die Anwohner der betreffenden Straßen jeweils sicher sehr verständlichen Bestreben der Einführung von 30-Zonen, offenkundig eine Politik der Fokussierung des Verkehrs auf die B 431 verfolgt. Das ist nicht hinnehmbar.

Um Ihre Interessen zum Thema Mobilität in Rissen adressieren zu können, bitten wir Sie, uns Ihre Ansichten, Ideen, Fragen und Wünsche zeitnah zukommen zu lassen.

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Verkehr und Mobilität im Hamburger Westen –

Bürgerverein Rissen lädt zum Informations- und Diskussionsabend mit Politikern und Rissenern ein

(bvr) Wie steht es um den privaten und den öffentlichen Verkehr im Hamburger Westen? Der Bürgerverein Rissen lädt für Montag, 27. Januar um 19 Uhr, zu einer großen Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Politiker, Vertreter des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) und der Nachbarstadt Wedel werden ihre Pläne und Konzepte zur Mobilität vorstellen und mit den Bürgerinnen und Bürgern offen diskutieren. Dazu eingeladen sind alle Einwohner – nicht nur in Rissen, sondern ebenso aus den angrenzenden Stadtteilen und den Nachbarorten.

“Wir möchten das Thema mit der realistischen Perspektive diskutieren, dass der Nahverkehr nicht an der Hamburger Stadtgrenze Halt macht”, erläutert Claus W. Scheide, Vorsitzender des Rissener Bürgervereins, die Grundidee der Veranstaltung. “Deshalb wollen wir die anstehenden Aufgaben und Probleme gemeinsam debattieren – und nicht nur im engen Blickwinkel eines einzelnen Stadtteils.” Allerdings seien der Umgehungs- und der Durchgangsverkehr von Rissen nach wie vor nicht zufriedenstellend geregelt, meint Scheide. Die hohe Belastung der B 431, der fehlende 10-Minutentakt der S 1, die geringe Fahrtendichte der neuen Buslinie 388 und der Mangel an Parkplätzen im Ortskern würden von den Einwohnern zu Recht beklagt.

“Daher interessiert uns, wie die Mobilitätskonzepte der Parteien aussehen und wie sie hier vor Ort umgesetzt werden sollen”, sagt Scheide. “Die Verkehrsströme durch den Hamburger Westen zweckmäßig, umweltschonend und nachhaltig zu leiten, ist eine gemeinsame, Stadtgrenzen und Einzelinteressen überschreitende Aufgabe, die sich auch nur gemeinsam lösen lässt.”

Zur Mitwirkung an diesem Abend haben zugesagt Nils Schmidt (Bürgermeister von Wedel), Frank Schmitt (SPD), Benjamin Harders (Grüne), Dr. Anke Frieling (CDU), Katarina Blume (FDP) sowie die Vertreter des HVV und der VHH. “Außerdem ist es wichtig, einen Überblick über die unterschiedlichen Belange aller Bürgerinnen und Bürger in Rissen zu gewinnen”, betont Claus Scheide. “Sie sind deshalb aufgerufen, dem Bürgerverein ihre Bedürfnisse und Vorstellungen zur Verkehrslage mitzuteilen. Wir freuen uns auf einen regen Besuch der Veranstaltung und zuvor auf viele Zuschriften – per Post, per E-Mail, als Telefonnachricht auf unserem Anrufbeantworter, bei Facebook oder auf unserer Homepage. Dort haben wir eine spezielle Kommentarseite eingerichtet, die ab sofort zur Verfügung steht.”

Dorfgespräch “Verkehr und Mobilität im Hamburger Westen”, Montag, 27. Januar, 19 Uhr in der Campus-Aula Rissen (Gymnasium und Stadtteilschule), Voßhagen 15, 22559 Hamburg. Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.

Kontakt: Bürgerverein Rissen e.V., Wedeler Landstraße 2, 22559 Hamburg, Telefon: (040) 81 12 56, E-Mail: info@buergerverein-rissen.de

Foto: fotolia, smolaw

Die Kinder der Marschwegschule tauften den Bus der Linie 388

(bvr) “Wie schön, dass alles so gut geklappt hat – sogar das Wetter hat prima mitgespielt.” Dörte Weitbrecht, Pädagogische Leiterin der Rissener Schule am Marschweg freute sich herzlich über das gelungene Tauffest für den neuen Ortsbus der Linie 388. “Dorfkutsche Rissen” soll der Bus heißen – nach der Namenssuche und Entscheidung durch die 340 Kinder der Grundschule. Der Name prangt gut sichtbar auf den Bustüren und der Motorhaube – mit dem Leuchtturm als Symbol von Rissen, natürlich.

Am Freitag, 22. November, war es so weit: Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), die den Rissener Quartiersbus als Partner im Verkehrsverbund Hamburg (HVV) betreiben, hatten einen ganz neuartigen weißen Bus vor die Schule am Marschweg gestellt. Der Bus ist kleiner als ein Metro- oder Midibus, aber größer als die “Bergziege” in Blankenese. Außerdem bietet er einen breiteren und niedrigeren Einstieg und ist damit für Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder größeren Gepäckstücken besonders geeignet. “Für Rissen genau der richtige Bus”, freut sich Claus Scheide, Vorsitzender des Rissener Bürgervereins, der sich intensiv für die Ortsbuslinie eingesetzt hatte. “Eine echte Dorfkutsche eben.”

Die “Dorfkutsche Rissen” erwartete ein zünftiges Tauffest in der Aula und auf dem Schulhof der Marschwegschule: Dörte Weitbrecht und Karsten Beeck, der Stellvertretende Schulleiter, hatten zu diesem Anlass extra eine Schülervollversammlung einberufen. “Die Bustaufe passt wunderbar zu unserer derzeit laufenden Aktion ‘Zu Fuß zur Schule – Wir schützen das Klima’, mit der wir unsere Kinder und die Eltern zum Verzicht auf das sogenannte Elterntaxi bewegen”, bekräftigte Karsten Beeck das Engagement der Schule. “Rissen ist ein weitläufiger Stadtteil – und der Bus für entfernter wohnende Kinder eine prima Alternative zum Privatauto”, ergänzte er.

Claus Scheide begrüßte neben den Kindern und Lehrern auch die Gäste: Christina Sluga, die Pressesprecherin  der VHH, und Stephanie Witt – mit der wichtigen Aufgabe als VHH-Busfahrerin in Rissen. Danach stimmten die Kinder mit Dörte Weitbrecht an Klavier und Gitarre das bekannte Lied “Wir sind die Marschwegkinder” und ein für die Schulaktion eigens komponiertes Lied “Zu Fuß zur Schule” an.

Viel Spaß hatten die Kinder bei dem Bus-Quiz, in dem es um die Anzahl der Haltestellen, der durch Rissen gefahrenen Runden und die Länge der Strecke ging. Claus Scheide hatte das Quiz selbst zusammengestellt, und die Schülersprecher Paulina, Lasse, Karl und Amélie stellten einzeln die Fragen an alle Kinder. Claus Scheide war überrascht, wie gut die Kinder Bescheid wissen. “Es ist toll, dass alle Kinder den Bus kennen und dass offensichtlich auch schon viele damit gefahren sind”, meint er. “Hier ist die Auflösung: Es gibt 26 Haltestellen in Rissen, eine Runde dauert ca. eine Stunde, eine Runde ist 14 Kilometer lang, der Bus fährt 18 Runden und ist damit 18 Stunden am Tag in Rissen unterwegs.”

Während die Kinder mit dem Quiz beschäftigt waren, hatte Stephanie Witt den Bus mitten auf den Schulhof gefahren. Hier, im Kreis aller Marschwegschulkinder, erhielt die neue Dorfkutsche Rissen ganz formvollendet ihren Namen: Von Gesang begleitet und unter der Regie von Dörte Weitbrecht schütteten die Kinder des Schülerrates als Taufpaten aus Bechern reichlich frisches Hamburger Wasser auf die Räder. Die ganze Versammlung wünschte der “Dorfkutsche Rissen” vielstimmig “Allezeit gute Fahrt!”.

Anlage: Fotos (bvr)

Kontakt: Bürgerverein Rissen e.V., Claus W. Scheide. Telefon: 040-81 12 56. E-Mail: info@buergerverein-rissen e.V., Homepage: https://buergerverein-rissen.de

Der kleine und gemütliche Auftakt in die Fest- und Feiertage

(bvr) “Wir zaubern einen kleinen, feinen und gemütlichen Auftakt zur Adventszeit nach Rissen,” sagt Doris Kuhlmann vom ehrenamtlichen Orga-Team für die Rissener Sommer- und Weihnachtsfeste. “Ein großer Weihnachtsmarkt ist in diesem Jahr aus organisatorischen und finanziellen Gründen leider nicht möglich.”  Der Rissener Adventszauber findet am 30. November, am Tag vor dem Ersten Advent, von 11 bis 16 Uhr in der Wedeler Landstraße statt. Rissen trifft sich auf der zentral gelegenen Fläche vor den Häusern Nr. 26-28 (vor ‘Topf und Deckel’).

Für adventliche Stimmung sorgt um 11 Uhr das Blechbläserensemble der Rissener Johannesgemeinde mit bekannten und beliebten Liedern zum Advent. Anschließend schmücken Kinder den Weihnachtsbaum mit selbst gebasteltem Schmuck. Hermann Laatzen liest um 13.30 Uhr aus seinem Buch “Molte und Fledermausi”, und danach macht sich die Volksspielbühne auf die Suche nach einer vermissten Tannenbaumspitze. Ab 15 Uhr wird es wieder musikalisch: Die Sopranistin Elke Angiél trägt weihnachtliche Melodien vor, und die beliebte Popsängerin Katharina Vogel aus Rissen bringt mit ihrem Live-Auftritt eine Portion Schwung ins Dorf.

Zum Rissener Adventszauber gehört ein buntes Aktionszelt für Kinder, in dem ein kleines, liebevoll zusammengestelltes Kinderprogramm geboten wird. Für die Großen und Kleinen gibt es vorweihnachtliche Leckereien zum Essen und Trinken – für Glühwein und Bratwurst sorgt der Lions Club Klövensteen. Spaß bringt auch eine Fotobox. Hier kann sich jeder ein persönliches Foto mit weihnachtlichem Motiv und Grüßen aus Rissen erstellen – für seine Weihnachtspost an Freunde. Das ‘Schuhhaus Holsten’ und das ‘Zauberreich’ laden die Kinder in Rissen wieder zu einer Nikolausstiefel-Aktion ein. Wer seinen (geputzten!) Stiefel dort bis zum 3. Dezember abgibt, erhält ihn am Nikolaustag mit einer schönen Überraschung gefüllt zurück.

“Alle Menschen in Rissen sind herzlich dazu eingeladen, sich mit uns auf den Advent einzustimmen”, sagt Doris Kuhlmann. “Wir freuen uns, wenn möglichst viele das Angebot annehmen und sich in dieser ja oft recht trubeligen Vorweihnachtszeit ein entspanntes Lächeln ins Gesicht zaubern lassen.”

Rissener Adventszauber. Sonnabend, 30. November 2019, 11 bis 16 Uhr, Wedeler Landstraße 26-28. Veranstalter: Bürgerverein Rissen e.V.

Der Bürgerverein Rissen macht auf die Informationsveranstaltung zum Otto-Schokoll-Höhenweg aufmerksam. Die Veranstaltung findet am 26. November 2019 von 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr in der Aula der Grundschule Iserbarg, Iserbarg 2, 22559 Hamburg statt.

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier als Pdf-Datei herunterladen:

Otto_Schokoll_Höhenweg_Flyer

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