Do, 11.2., 19 Uhr: Link zur online-Diskussion der Rissener Runde zu den Brünschenwiesen

Interessierte an der Online-Veranstaltung können sich ab 18:30 Uhr einloggen unter

https://us02web.zoom.us/j/85301663371?pwd=V0lMRXNBcU9VTlRLeGNHbjR5VXBhdz09

Beim Einloggen werden Sie von Zoom um Angabe Ihrer Email gebeten. Hier können Sie Ihre echte Email angeben, es reicht aber auch, irgendeine beliebige Zeichenfolge einzugeben, die der Struktur einer Email-Adresse genügt (etwa abcdef@ghij.kl)

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr

Sollten Sie Probleme beim Zugang haben, melden Sie sich gern unter info@buergerverein-rissen.de oder unter 0172 5472715.

Das Thema hat in den vergangenen Wochen für viele Debatten in Rissen gesorgt, die auch durch die Ende Januar getroffene Entscheidung wohl noch nicht beendet sind: Die Rede ist von der Standortfrage für einen Erweiterungsbau des Rissener Schulcampus.

Themen wie dieses werden regelmäßig auch in der Rissener Runde besprochen, einem Stadtteilgremium, das schon in den 1980er Jahren ins Leben gerufen wurde, um den Informationsaustausch in Rissen zu stärken und den Stadtteil betreffende Themen zu diskutieren. Die vierteljährlichen Treffen sind offen für Rissener*innen und für Rissener Einrichtungen.

Am Do, 11. Februar, 19-21 Uhr organisiert die Rissener Runde nun ein online-Gespräch zum Thema ‚Schulerweiterung auf den Brünschenwiesen‘.  Mit dabei sind wichtige Rissener Interessenvertreter*innen, nämlich Barbara Meyer-Ohlendorf (Naturschutzbund Nabu), Dr. Kirsten Nicklaus (Schulleiterin GyRi), Anke-Linda Schmidt (Schulelternrat Stadtteilschule), Claas Grot (Schulleiter Stadtteilschule) und  Jan Reifenstein (Initiator der Bürgerinitiative „Rettet die Brünschenwiesen“). Zudem sind die Schulbehörde BSB mit Dr. Christian Gäckle sowie die Umweltbehörde BUKEA mit Bernd-Ulrich Netz vertreten.

„Wir freuen uns, mit dieser Besetzung einerseits eine große Bandbreite der Rissener Perspektiven abgebildet zu haben, als auch einen Diskurs mit den relevanten Fachbehörden zu ermöglichen“, zeigen sich Dieter Neukirch und Claus Scheide als Sprecher der Rissener Runde mit dem Stand der Vorbereitungen zufrieden. Einziger Wermutstropfen ist die voraussichtlich begrenzte Teilnehmerzahl. „Mit unseren momentanen technischen Möglichkeiten können sich 300 Personen in den Stream einloggen, also eine Größenordnung, wie sie die Schulaula auf dem Campus als größter Saal in Rissen bieten könnte. Wir prüfen aber noch Erweiterungsmöglichkeiten.“

Um möglichst keinen Engpass beim Zugang zu dem Stream aufkommen zu lassen, bitten die Organisatoren darum, dass sich bevorzugt nur Interessierte aus Rissen und angrenzenden Stadtteilen beteiligen. „Wir appellieren daran, die online-Runde wie eine Präsenzveranstaltung zu verstehen: Nur wer nahe dran wohnt, nimmt den Weg zur Veranstaltung auf sich, weil er ein besonderes Interesse an der Nachbarschaft hat.“

Die Zugangsdaten können am Do, 11. Februar um 18:30 Uhr, also eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung hier auf buergerverein-rissen.de sowie auf rissen.de abgerufen werden.

Hier können Sie sich in Ruhe mit der neuen Linienführung der Dorfkutsche vertraut machen.

Nun ist es soweit: Die am 26. September 2020 gemeinsam mit dem Senator für Verkehr und Mobilitätswände, Herrn Anjes Tjarks, und der Geschäftsführerin der Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein, Frau Nora Wolters angekündigten Neuerungen und Erweiterungen der Quartiersbuslinie 388 treten am 13. Dezember 2020 mit dem Fahrplanwechsel in Kraft.

Damit wird die Dorfkutsche erwachsen und zu einem nahezu vollwertigen Mobilitätsangebot im Quartier, und es ist ein großer Schritt zu mehr sozialer Teilhabe getan. Der Bürgerverein ist darüber sehr froh.

Wir legen aber auch großen Wert darauf, dass die Dorfkutsche in Zukunft, wie auf unserem Bus-Event im September von der Stadt versprochen, den Ansprüchen der Nachhaltigkeit gerecht wird. Daher hatten wir bereits vor langem den Wunsch geäußert, in Rissen möglichst bald nur noch moderne Fahrzeuge und bestenfalls welche mit Elektroantrieb oder Wasserstoffantrieb einzusetzen. So konnten wir dazu beitragen, dass inzwischen modernere, kleinere, leisere und insbesondere umweltschonendere Fahrzeuge angeschafft wurden. Leider scheint es aber nicht im gewünschten Maße zu gelingen, die modernen Fahrzeuge in Rissen einzusetzen. Dazu haben wir im Bürgerverein eine klare Meinung: Wir möchten die alten lauten Dieselmonster nicht mehr in Rissen sehen und fordern daher alle Beteiligten dazu auf, die nötigen Anstrengungen zu unternehmen, damit in Rissen nur noch die moderne Dorfkutsche fährt.

Dann wird es auch gelingen, die Neuerungen und Erweiterungen der Linie zu genießen.

Zusammengefasst gilt ab dem 13. Dezember 2020 folgendes:

Der Bus fährt die Woche durchgehend von Montag bis Sonntag von etwa 6 Uhr morgens bis Mitternacht. In der Kernzeit von Montag bis Samstag-Mittag, wird Folgendes zusätzlich angeboten:

  • Es gibt eine zusätzliche Schleife nach Westen durch den Rheingoldweg und Adebarweg.
  • Der RSV wird bis zur Kehre im Marschweg angefahren.
  • Es besteht eine stündliche Verbindung nach Blankenese zum S-Bahnhof über Tinsdaler Kirchenweg, Grotiusweg, Kösterbergstraße, Richard-Dehmel-Straße, Oesterleystraße.
  • Die nördliche Schleife wird zweimal die Stunde bedient.
  • Die östliche Schleife wird dreimal die Stunde bedient.

Und so sieht der neue Linienplan des HVV aus:

Weitere Informationen sind über die Broschüre „Linieninfo 388“ des HVV sowie über die Online Fahrplanauskunft des HVV erhältlich.

Für Fragen, Anregungen, Lob aber auch Kritik steht der Bürgerverein weiter zur Verfügung. Wir möchten mit den Rissenerinnen und Rissenern die Dorfkutsche optimieren und freuen uns auf konstruktive Gespräche.

Einschätzung zur öffentlichen Anhörung des Planungsausschusses der Bezirksversammlung Altona vom 4. November 2020.

Trotz erschwerter Bedingungen wegen der Corona Pandemie konnten die Interessen der Rissenerinnen und Rissener zu einer möglichen Schulerweiterung am Eibenkamp gehört werden. Auch wenn das Losverfahren, von dem die persönliche Teilnahme vor Ort abhing, gewisse Skepsis auslöste, scheint das Meinungsspektrum gut vertreten gewesen zu sein. Dafür danken wir dem Planungsausschuss ausdrücklich.

Unsere Sorge, die Anhörung könne sich in Ermangelung ausreichender Beschäftigung mit Alternativflächen auf ein Für und Wider von Schulbau und Naturschutz im Eibenkamp reduzieren, erwies sich weitgehend als unbegründet. Zum einen trug der Vertreter von Schulbau Hamburg im Rahmen seiner Ausführungen zu drei Alternativstandorten vor und legte nachvollziehbar dar, dass diese nicht infrage kämen. Im Übrigen forderte er die Rissenerinnen und Rissener dazu auf, ihm weitere mögliche Flächen zu benennen.

Wir machen uns diesen Aufruf zu eigen und bitten ausdrücklich darum, uns etwaige Flächen zu benennen, die wir dann an die zuständige Stelle weiterleiten würden.

Die Leiter des Gymnasiums Rissen bzw. der Stadtteilschule sowie die Vertreter der Elternräte machten eindrucksvoll den dringenden Erweiterungsbedarf des Schulstandortes Rissen deutlich. Das wurde aus dem Publikum bekräftigt und es scheint Einigkeit darüber zu bestehen, dass der Bedarf im Stadtteil befriedigt werden müsse. Rissener Schüler sollten in Rissen beschult werden. Sowohl die Schulleiter als auch der Vertreter von Schulbau Hamburg bekräftigten, an einem künftigen Standort Eibenkamp besonderen Wert auf das Thema Naturschutz zu legen und insbesondere den Bau möglichst naturverträglich zu gestalten und besonders die Rissenerinnen und Rissener in die Planung einzubeziehen.

Die grundsätzlich wünschenswerte Zielrichtung, die Brünschenwiesen als Naturschutzgebiet auszuweisen, fanden in der insofern eindeutigen Aussage des Vertreters der Umweltbehörde ein jähes Ende. Dieser legte unter Verweis auf die Biotopkartierung dar, die Biotope in den Brünschenwiesen würden nicht die notwendige Wertigkeit aufweisen, die für die Ausweisung eines Naturschutzgebietes erforderlich sei.

Daraus kann sich unserer Auffassung nach die Sorge ergeben, der in seiner Mächtigkeit wesentlich geringere Schutz des Gebietes als Landschaftsschutzgebiet könne nicht dem Bedürfnis nach einem Erhalt der Flächen genügen. Zwar ergeben sich aus den Regelungen der Verordnung, die der Ausweisung des Gebietes als Landschaftsschutzgebiet zugrunde liegt sowie der entsprechenden Vorschrift des Bundesnaturschutzgesetzes deutliche Grenzen für die Genehmigung von Bauvorhaben. Diese sind aber nicht prinzipiell ausgeschlossen.

Wir möchten uns damit nicht begnügen und fordern daher, dass die dringend benötigte Schulerweiterung, soweit sie in Ermangelung von Alternativen sinnvollerweise am Eibenkamp erfolgt, damit einhergeht, dass durch Ausgleichsmaßnahmen bestimmte Biotope oder ein Verbund von Biotopen in den Brünschenwiesen durch geeignete Maßnahmen so stabilisiert werden, dass ihre Wertigkeit zumindest dauerhaft gesichert ist, besser noch der Grundstein dafür gelegt wird, dass sie in Zukunft eine höhere Bewertung erfahren.

Ferner sollte sichergestellt sein, dass im Falle eines Schulbaues am Eibenkamp weitere Zubauten und Schulerweiterungen an diesem Standort ausgeschlossen sind. Um im Übrigen durch eine Schulerweiterung keine zusätzliche Sogwirkung für Schüler anderer Stadtteile oder der Stadt Wedel nach Rissen auszulösen empfehlen wir, Schulstandorte im Bereich Iserbrook und Osdorf entsprechend der dort zu erwartenden Bevölkerungszuwächse zu erstarken bzw. zu etablieren.

Und es gibt Neuigkeiten!

Dazu Informationsstand und Präsentation “Bus-Event” am Sonnabend, 26. September, ab 10:30 Uhr im “Dorf” mit Tombola der Rissener Kaufleute ab 12.00 Uhr

(bvr) Die Entscheidung ist gefallen: Am Ende der Testphase für die Buslinie 388, der “Dorfkutsche Rissen”, steht fest, dass der Quartiersbus als reguläre Linie auf Dauer eingerichtet wird.

Der Bürgerverein Rissen hat inzwischen viele Anregungen und Wünsche der Rissener aufgegriffen und an die Planer der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) weitergereicht. „Nun können die Rissenerinnen und Rissener sehr gespannt sein“, sagt Claus W. Scheide, „wie es mit dem Bus in Zukunft weitergehen wird.“

Gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben Hamburg Holstein und der Gemeinschaft Rissener Kaufleute wird der Bürgerverein Rissen das neue Buskonzept am Sonnabend, 26. September, ab 10:30 Uhr vorstellen.

Um möglichst viele Rissener Einwohnerinnen und Einwohner zu diesem “Bus-Event” zusammenzutrommeln, tritt die Trommelgruppe des Bürgervereins unter der Leitung von Horst Junker auf. Unter Mitwirkung des senegalesischen Trommelmeisters Bouba Fall trommelt die Gruppe die bekannt gute Stimmung herbei – dem erfreulichen Anlass entsprechend.

Die Rissener Kaufleute werden dazu um 12.00 Uhr unter dem Motto “Ein Herz für Rissen – kauf in Rissen!” die Lostrommel ihrer Tombola drehen. “Wir freuen uns natürlich darüber, dass die Menschen, die an den weitläufigen Rändern Rissens wohnen, inzwischen häufiger den Dorfkutschen-Bus nutzen, um im Dorf einzukaufen”, erläutert Stefan Moog das Engagement des Rissener Einzelhandels.

Zum “Bus-Event” am 26. September wird herzlich eingeladen.

Informationsstand und Präsentation der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) und des Bürgervereines Rissen am Sonnabend, 26.09., ab 10:30 Uhr im Dorf (auf der Höhe Wedeler Landstraße Hausnummer 32-34)

Fotos (bvr): Dorfkutsche Rissen, Trommelgruppe

NEU: Theaterkurs für Erwachsene im Bürgerhaus Alte Steinschule

Beginn: Dienstag, 22. September, 19.15 – 20.15 Uhr

(bvr) Rissen: Wer Spaß daran hat, etwas Neues auszuprobieren und dabei andere Menschen auf ungewohnte Weise kennenzulernen, ist gut aufgehoben bei Nina Kaetzler (45). Am 22. September startet die Regisseurin und Theaterpädagogin ihren neuen Theaterkurs für Erwachsene im Bürgerhaus Alte Steinschule – frei nach dem Motto “Macht doch mal Theater!”

“Ich freue mich sehr darauf, hier im Hamburger Westen eine Gruppe mit aufgeschlossenen und spielfreudigen Menschen aufzubauen”, lädt Nina Kaetzler ein. “Besonders schön fände ich es, wenn sie aus möglichst unterschiedlichen Altersgruppen zusammenkämen.”

Nina Kaetzler bringt langjährige, vielfältige Erfahrungen mit. Seit 2009 arbeitet sie selbstständig als Regisseurin und Theaterpädagogin. Zuvor war sie viele Jahre als Schauspielerin in Theater, Funk und Fernsehen tätig. Von 2009 bis 2013 hat sie das Altentheater Altona entwickelt, geleitet und zu öffentlichen Auftritten im Stadtteil geführt. Im Altonaer Kulturzentrum “Motte” leitet sie die Theaterkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

“Im Theaterspiel erkennt man den Anderen und sich selbst auf spielerische Weise”, erläutert Nina Kaetzler. “In meiner Theaterarbeit steht an erster Stelle die Improvisation. Es geht darum, Hemmschwellen und Ängste im freien, gemeinsamen Spiel abzubauen, die Phantasie freizulassen und dabei über vermeintliche Grenzen hinauszuwachsen. Das ist eine unglaublich wichtige und bereichernde Erfahrung – in jedem Lebensalter.”

Zu Beginn verabredet Nina Kaetzler mit allen Theaterinteressierten ein paar Schnupperstunden zum Kennenlernen und Ausprobieren. Bei den wöchentlichen Spieltreffen werden dann gemeinsam die Themen und Szenen festgelegt, an denen die Gruppe weiterarbeiten möchte – bis zur öffentlichen Aufführung.

“Wenn der Erwachsenenkurs in Rissen angelaufen ist, werde ich auch einen neuen Kurs für Kinder anbieten”, kündigt Nina Kaetzler an. “Den Termin geben wir rechtzeitig bekannt. Die Kosten liegen bei monatlich 42,- Euro für Erwachsene und 39,- Euro für Kinder. Die Kosten der Schnupperstunden werden mit dem monatlichen Beitrag verrechnet.”

Zur Teilnahme und Mitwirkung herzlich eingeladen sind alle, die gern mal in eine Rolle schlüpfen und Spaß am Theaterspielen haben. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, und ein Einstieg in die Gruppe ist jederzeit möglich.

Theaterkurs für Erwachsene. Mit der Regisseurin und Theaterpädagogin Nina Kaetzler. Beginn: Dienstag, 22.09., 19.15 – 20.15 Uhr im Bürgerhaus Alte Steinschule, Wedeler Landstraße 2

Kontakt und Anmeldung: Nina Kaetzler, Telefon: 040-60923172, E-Mail: ninakolberg@kaetzler.de, Web: https://www.nina-kaetzler.de

Foto: Nina Kaetzler (privat)

Der Bürgerverein Rissen vertritt die Auffassung, dass eine Mobilitätswende vom umwelt- und gesellschaftsbelastenden individuellen Kfz-Verkehr zur gemeinsamen Mobilität, im Hamburger Westen einen Anschluss des Bereiches westlich von Blankenese an die engmaschige ÖPNV Struktur der Stadt Hamburg erfordert. In den Stadtteilen Iserbrook, Sülldorf, Rissen sowie der Stadt Wedel herrscht immer noch die tief verwurzelte Empfindung vor, großstadtgemäße ÖPNV-Anbindung ende in Blankenese. Daran vermochten jüngste Ausweitungen des 10-Minuten-Taktes der S-Bahn Trasse Blankenese Wedel nichts zu ändern. Vielmehr ist die B 431 unverändert stark belastet, was insbesondere die Fokussierung des Durchgangsverkehres durch die wünschenswerte Zunahme der Verkehrsberuhigung verbliebener alternativer Pendlerouten zukünftig eher noch verschlimmern dürfte.

Vor diesem Hintergrund sind wir – bestärkt durch das Feedback unserer Podiumsdiskussion vom 27. Januar 2020 – der Auffassung, dass eine substantielle Ausweitung des 10-Minuten-Taktes der S-Bahn Trasse Blankenese Wedel, die auch wirklich zuverlässig funktioniert, dringend geboten ist. Dazu ist, im Hinblick auf das Alter, den technischen Zustand sowie die Struktur des Hamburger S-Bahn-Netzes eine deutliche Ausweitung der zweigleisigen Trassenführung der S-Bahn-Strecke Blankenese Wedel unumgänglich.

Petitum:

  • Grundstücksmoratorium zur Sicherung der Möglichkeit eines zweigleisigen Ausbaues der S-Bahn-Strecke Blankenese-Wedel im Streckenabschnitt zwischen Blankenese und Sülldorf, den Bereich östlich bzw. nördlich der vorhandenen Gleistrasse betreffend,
  • Prüfung der Machbarkeit eines teilweisen zweigleisigen Ausbaues zwischen Blankenese und Sülldorf.

Begründung:

Für die Gewährleistung eines dauerhaft zuverlässigen und komfortablen 10-Minuten-Taktes zwischen Blankenese und Wedel ist es erforderlich, die S-Bahn-Strecke zwischen Blankenese und Wedel zumindest teilweise weiter zweigleisig auszubauen. Dieser Streckenabschnitt weist Strukturmerkmale auf, die einem großstädtischen ÖPNV Netz völlig abträglich sind. Das beginnt zunächst mit dem Umstand, dass der Bahnhof Blankenese historisch bedingt ein Kopfbahnhof ist, was aus der Sicht zum Zeitpunkt der Errichtung völlig angemessen war, aber heute ein anachronistisches Relikt darstellt, dass eigentlich durch eine Durchgangsstation ersetzt werden müsste, genauso wie es mit Blick auf den Bahnhof Altona in die Diebsteich geplant ist.

Die Kernproblematik des Kopfbahnhofes besteht darin, dass die Weiterführung der Fahrzeuge nach Wedel eine Gleiskreuzung erfordert, die eine genau aufeinander abgestimmte Ein- und Ausfahrt der Fahrzeuge notwendig macht. Sobald auch nur geringe Verspätungen auftauchen, funktioniert die Abstimmung nicht mehr.

Da aber nicht damit zu rechnen ist, dass sich hieran etwas ändert und man sich zudem auch leider durch den Verkauf des alten Güterbereiches am Bahnhof Blankenese höchstwahrscheinlich auch noch der Möglichkeit entledigte, ein viertes Gleis zu installieren, müssen andernorts Ressourcen geschaffen werden, um die von dem neuralgischen Knotenpunkt Blankenese ausgehenden Verspätungsrisiken kompensieren zu können. Das kann nur dadurch dauerhaft sicher ermöglicht werden, dass die Fahrzeuge im Streckenabschnitt zwischen Blankenese bis Wedel einen deutlich größeren Begegnungsraum erhalten, weil sich aus den fahrzeitenbedingten Fahrbewegungen insbesondere in diesem Teil des Streckenabschnittes wahrscheinlichen Begegnungspunkte der Fahrzeuge ergeben.

Es spricht viel dafür, die Erweiterung des zweigleisigen Ausbaus der Strecke Blankenese Wedel nicht bereits am Bahnhof Iserbrook beginnen zu lassen, sondern bereits möglichst früh hinter dem Bahnhof Blankenese, um den Begegnungsraum möglichst weit zu fassen.

Maßnahmen:

Bereits kurz hinter der Ausfahrtskurve von Blankenese Richtung Wedel müsste ungefähr auf der Höhe des Hallenbades Simrockstraße eine zweigleisige Trassenführung beginnen, in dem östlich des vorhandenen Gleises eine zweite Trasse gelegt würde. Dafür müsste die Fußgängerbrücke über die S-Bahn Trasse Bargfredestraße / Simrockstraße erweitert werden und Teile der Kleingartenanlage östlich der Bahntrasse in Anspruch genommen werden.

Der S-Bahnhof Iserbrook müsste zweigleisig ausgebaut werden, wofür östlich des Bahnhofes eine Ausfädelung des zweiten Gleises nördlich der vorhandenen Trasse über ein städtisches Grundstück, das noch die alte Streckenführung der Trasse vor Errichtung des neuen iserbrooker Bahnhofes im Jahre 1978 erkennen lässt, möglich ist. Dem folgend müsste eine weitere Brücke über die Straße Hasenhöhe errichtet werden und sodann parallel zu dem vorhandenen Bahnsteig, der dann Mittelbahnsteig werden würde, der erhöhte Damm nach Norden hin erweitert werden, um genügend Platz für die zweite Gleistrasse zu geben. Dafür ist genügend Raum auf einer Gemeinbedarfsfläche vorhanden. Weiter nach Westen müsste dann parallel zu der bereits vorhandenen Brücke über die B 431 eine weitere Brücke errichtet werden und dann weiter nach Westen folgend die zweite Trasse nördlich der vorhandenen bis nach Sülldorf geführt werden.

Im Bereich des Bahnhofes Sülldorf müsste am Bahnsteig voraussichtlich kaum etwas geändert werden. Allerdings erforderte die zweigleisige Führung eine Modernisierung des Stellwerkes. Das Stellwerk im Bahnhof Sülldorf ist das wohl älteste Stellwerk im Bereich der S-Bahn Hamburg und wird zu erheblichen Teilen noch durch Zugseilmechanik betrieben, die allerdings inzwischen sehr anfällig ist. Zudem besteht aufgrund der erheblichen körperlichen Kräfte, die aufzuwenden sind, um die Zugseilmechanik in Gang zu setzen, ein personelles Problem der S-Bahn Hamburg, da offenkundig nur wenige der Dauerbelastung standhalten können. Mit einer Digitalisierung des Stellwerkes könnte daher ein leidiges Thema einer zwar historisch interessanten, aber inzwischen anfälligen und personalproblematischen Bahnstruktur gelöst werden.

Neustart nach der Corona-Zwangspause am 27. Mai

(bvr) “Endlich geht es wieder los!” Hilde Haupt vom Bürgerverein Rissen ist froh, dass sich die Türen zum Bökerschapp nun wieder öffnen dürfen. “Am Mittwoch, 27. Mai, in der Woche vor Pfingsten, können unsere Freunde zum ersten Mal wieder bei uns stöbern, Bücher und Hörbücher ausleihen und mit nach Hause nehmen. Natürlich freuen wir uns auch darauf, dass wir neue Bücher mitgebracht bekommen. Das ist wunderbar!”

Schon seit vielen Jahren, als die Öffentliche Bücherhalle in Rissen geschlossen wurde, gibt es das Bökerschapp im Bürgerverein. Hilde Haupt hat es begründet, und sie arbeitet noch heute aktiv mit: An jedem Mittwoch von 14.30 Uhr bis 17 Uhr ist das Bökerschapp geöffnet, und es erfreut sich stetiger Beliebtheit. Jeder kann kommen, stöbern, querlesen, mitnehmen, Bücher ausleihen und wiederbringen – oder kaufen gegen eine Spende von mindestens einem Euro. Oder im Tausch gegen ein Buch oder Hörbuch aus dem eigenen Bücherregal.

Inzwischen hält das Bökerschapp des Bürgervereins eine stattliche Sammlung klassischer und aktueller Bücher bereit: Romane und Erzählungen, Sachbücher und Dokumentationen, Kinder- und Jugendbücher, Bildbände und Reiseliteratur. Besonders beliebt ist das Angebot an literarisch hochwertigen und auch an unterhaltsamen und heiteren Hörbüchern. “In der Corona-Pause haben viele Menschen die Literatur wiederentdeckt und sich aktuelle Bücher und Hörbücher gekauft”, meint Ortrud Michaelsen vom Bökerschapp. “Jetzt hoffen wir natürlich, dass sie viele Titel ausgelesen oder zu Ende gehört haben – und sie danach im Tauschverfahren zu uns bringen.”

Insgesamt zehn Wochen hat die Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie gedauert. Und auch jetzt ist die Öffnung des Bökerschapp nur möglich, wenn die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. “In den kleinen Raum mit den Regalen können wir immer nur eine Person zur Zeit hineinlassen. Einen Mund- und Nasenschutz muss jeder von uns und jede Besucherin tragen.” Es könne jetzt etwas länger dauern, bis alle Lesefreunde zufriedengestellt sind, meint Hilde Haupt und findet das absolut nicht schlimm. “So kann man beim Warten draußen – mit Abstand – einen kleinen Klönschnack unter Bücher-Fans genießen. Und bei schönem Wetter draußen schmökern, auf den Bänken vor dem Haus und unter den Eichen. Das haben viele von uns in den letzten Wochen vermisst.”

Wiedereröffnung des Bökerschapp

Bürgerhaus Rissen, Wedeler Landstraße 2

Mittwoch, 27. Mai 2020, 14.30 – 17.00 Uhr

Fotos (bvr): (1) Bökerschapp im Bürgerhaus (2) Hilde Haupt (li) und Ortrud Michaelsen (re) vom Bökerschapp mit aktuellen Hörbüchern

Die Corona Krise hat uns nun voll im Griff und wir sind alle gut beraten, uns an die Empfehlungen, Sozialkontakte auf das absolut notwendige zu reduzieren, zu halten.

Daher finden in den Räumen des Bürgervereines vorerst bis Ostern einschließlich keine Veranstaltungen statt.

Da insbesondere ab einem bestimmten Alter – die Fachleute sprechen von 60+ – das Risiko, unter Umständen mit einem schweren Verlauf der Erkrankung konfrontiert zu sein, deutlich steigt, möchten wir aber gern Unterstützungsleistungen abstimmen und koordinieren.

Teilen Sie uns doch bitte mit, ob bei Ihnen eventuell ein Bedarf besteht, Lebensmittel oder Medikamente oder andere Versorgungsgüter geliefert zu bekommen.

Wir beschäftigen uns gerade damit, gegebenenfalls Lösungen dafür zu organisieren. So können wir Ihnen in Absprache mit dem Johannes Netzwerk Rissen schon mitteilen, dass Sie sich dort direkt unter folgenden Kontaktdaten melden können:

Tel.: 81 90 06 23

E-Mail: netzwerk@johannesgemeinde.de

Ferner können Sie sich bei uns oder gleich direkt beim Johannes Netzwerk Rissen melden, wenn Sie Zeit und Lust haben, das Team des Netzwerkes zu unterstützen.

Bleiben Sie gesund!

Veranstaltungen